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Es werden Posts vom Dezember, 2023 angezeigt.

Auf in die Ferien

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[Dienstag] Heute war ich pünktlich um neun im Labor. Außer mir waren erstmal nur zwei andere Menschen anwesend. Das Labor, in dem ich meine HPLC-Daten holte, war noch abgeschlossen gewesen, sodass ich zum ersten Mal von meinem eigenen Laborschlüssel Gebrauch machte. Die Daten trug ich ein und stellte fest, dass die Auswertung insgesamt weniger schön wurde, als ich gehofft hatte. Ich vermute, das Leck Richtung GC hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schade eigentlich.  Den Rest meiner Zeit verbrachte ich im Büro und arbeitete an meinem Bericht. Dafür, dass ich maximal 4.5h da reinsteckte, war ich dann doch ganz produktiv gewesen. Ich habe hauptsächlich einen Abschnitt über den Aufbau der elektrokatalytischem Messung geschrieben sowie das Deckblatt erstellt. Inzwischen hat das pdf schon 27 Seiten, und das sind nicht alles nur leere Seiten mit Überschriften. Ich bin mit dem Status quo recht zufrieden und kann jetzt guten Gewissens in die Ferien starten. Zu diesem Zwecke...

Frohe Katalyse

[Montag] Erstmal schlief ich aus. Ich hatte gestern Nacht noch recht spät telefoniert. Ich ging gemütlich ins Labor und kam dort um halb elf an. Ich stellte eine XRD-Messung an und bereitete ein paar Dinge vor. Mittagessen hatte ich mir mitgenommen, dann fing ich pünktlich um zwölf mit der elektrokatalytischem Messung an. Sie lief erstmal ohne Auffälligkeiten, das war sehr angenehm. Nur beim Volumenstrommessen am Ende fiel mir auf, dass der Volumenstrom am Gaschromatographen deutlich zu niedrig war. Die ausgelesenen Daten waren aber nicht so schlecht gewesen, dass es vorher aufgefallen wäre. Keine Ahnung, was da komisch war, irgendwo zwischen Zelle und GC muss es undicht gewesen sein. Ich war erstaunlich schnell gewesen, um halb vier war ich fertig mit allem. Danach setzte ich mich halbherzig an den PC und ging so um fünf nach Hause.  Übrigens haben die Studenten alle frei jetzt, insofern ist es ruhiger. Ich hätte natürlich auch daheim bleiben können, aber so war es mir lieber. Mei...

Stille Nacht

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[Sonntag] Den Tag beging ich recht entspannt. Um halb sechs fand ich mich mit einer Tasche voller deutscher Weihnachtssüßigkeiten bei der Inderin ein. Sie servierte erstmal eine Portion Nudeln als Snack, dann aßen wir eine Runde Süßigkeiten mit indischem Chai dazu. Sie bereitete das Abendessen vor und wir unterhielten uns gut. Da wir viel zu satt waren für essen und der Regen aufgehört hatte, gingen wir eine Runde auf dem stillen Campus spazieren, das war sehr weihnachtlich für mich.    Zum Abendessen leistete uns noch ihre japanische Mitbewohnerin Gesellschaft. Sie kann quasi kein Englisch und hat deswegen selten mit der Inderin zu tun, aber ich konnte ein bisschen für sie dolmetschen und unterhielt mich mit beiden mehr oder weniger abwechselnd. Alles in allem ein sehr gemütlicher, schöner Weihnachtsabend mit sehr viel leckerem Essen.   

Feierstimmung

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[Samstag] Den Vormittag beging ich recht entspannt, um zwölf Uhr fand ich mich dann im Mehrzweckraum ein, wo die Weihnachtsfeier des Wohnheims stattfand. Am Anfang war die Stimmung etwas fad, es war zu viel Zeit für Essen eingeplant worden. Es gab nämlich ein wenig Sushi, Pizza und oden vom Wohnheimsbudget. Bei den Pizzen waren zwei von drei vegetarisch, das war gut. Trotzdem führte die Tatsache, dass es mehr Snack als Mittagessen war, dazu, dass einige zwischendurch in ihren Zimmer kochen gingen. Schließlich wurden noch drei "Kuchen" "gebacken", denn schließlich gehört Kuchen auf jeden Fall zu japanischem Weihnachten (am besten mit Erdbeeren). Auf das Ausleben des Brauchs, an Weihnachten Chingen Wings zu essen, wurde glücklicherweise verzichtet.  Um drei fand dann eine Art Wichtelgeschenkaustausch statt. Die Vorgabe waren 1000 Yen gewesen, von denen ich ein Glas Pesto, eine Packung Spaghetti und eine Packung Grissini erworben hatte. Es wurde durch eine Kombination ...

忘年会 "Treffen, das Jahr zu vergessen"

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[Freitag] Wenn ich das richtig sehe, ist das heute mein 100. Tag in Japan. Hui. Heute war im Labor Großputz angesagt. Letztendlich handelte es sich aber eher um Aufräumarbeiten und für das ungeschulte Auge sieht alles genauso unordentlich und dreckig aus wie sonst auch. Ich half nur in der ersten Stunde mit, wobei rasch die Aufgaben ausgingen, die ich hätte erledigen können, also verzog ich mich eher frühzeitig und sehr erleichtert zum Japanischunterricht.  Dort schrieben wir erstmal Vokabeltest und hielten dann den üblichen Unterricht ab. Am Ende klärten wir unsere Japanischlehrerin über japanische Weihnachtspopsongs auf, das war witzig.  Mittagessen hatte ich mir wieder mitgenommen (4 von 5 diese Woche!) und aß das im Pausenraum. Die Aufräumenarbeiten waren nicht fertig, aber ich konnte nicht helfen, also arbeitete ich an meinem Bericht. Ich wollte eigentlich erst am Theorieteil arbeiten und dort den Abschnitt über den Aufbau meiner elektrokatalytischen Zelle beginnen, aber ...

Experimente - heute im anderen Labor

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[Donnerstag] Vormittags sprühte ich eine neue Kupferwürfel-GDL. Ein kurzes Gespräch mit der Technikerin brachte die Erkenntnis, dass ich die Düse immer deutlich zu nah an die GDL gehalten hatte und somit der Luftdruck zu stark geworden war. Ich bin jetzt zuversichtlich, dass meine Elektrokatalyse in Zukunft erfolgreicher verläuft. Die nächste Messung ist für 25. Dezember geplant, da kann meine Hoffnung doch nicht enttäuscht werden.  Beim Mittagessen fiel mir siedend heiß ein, dass ich vergessen hatte, die Folien für meinen Vortrag auszudrucken, also fiel mein Plan, gemütlich mit Kaffee sitzen zu bleiben, ins Wasser. Apropos Wasser, heute fallen echte Schneeflocken vom Himmel. Es ist, als würde Weihnachten vorsichtig anklopfen. Mein Freund hat mir auch einen wunderbaren weihnachtlichen Ohrwurm geschickt, insofern ist meine Stimmung schon sehr passend.  Um eins begann unsere Research Discussion. Ich war als zweite dran, das war ganz okay. Die ersten vier anderen Vorträge fand ic...

Wie zählt man Kuscheltiere?

[Mittwoch] Um kurz nach neun stand ich heute in der Post. Die erste Runde Research Discussion schwänzte ich heute mal, Post war dringender und hat halt nie zu sinnvollen Zeiten offen.  Japanischunterricht war sehr entspannt und unterhaltsam. Wir sangen unter anderem einen japanischen Weihnachtspopsong (nach Analyse der Kanji und inklusive Hörverstehen freilich).  Als ich um viertel nach zwölf ins Büro kam, war noch niemand auf dem Stockwerk. Offenbar war die Research Discussion noch in Gange. Noch während ich mein Mittagessen verspeiste, kamen die anderen. Ich holte meine HPLC-Daten und begann meine Analysen. Wie zu erwarten war, sind die Daten nicht sehr schön, der Anteil an Wasserstoff ist sehr hoch. Außerdem sind in dem gefluteten Kupfer seltsame Peaks aufgetaucht, die ich nicht zuordnen kann. Das NMR ist momentan außer Betrieb, insofern bliebe nur noch, wahllos verdächtigte Chemikalien in die HPLC zu hauen und zu schauen, ob irgendwo die gefundenen Retentionszeiten dabei s...

Wasser und Feuer

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[Dienstag] So schlecht wie vergangene Nacht habe ich schon lange nicht mehr geschlafen. Trotzdem war ich um kurz nach neun im Labor, wo ich die erste Katalysemessung vorbereitete. Um zehn war dann aber erstmal TEM-Messen angesagt. Die Bilder waren sehr zufriedenstellend, lassen aber Fragen offen. Namentlich, ob das Zeug auf der Oberfläche meiner Kupferwürfel wirklich Ceroxid ist, oder vielleicht doch eher Kupferoxid. Oder beides. Dafür brauche ich ein STEM-EDS, was ich hoffentlich im Januar bekomme. Das ist eine ganze Runde teurer und die Messzeit knapper verfügbar.  Um zwölf begann ich mit der ersten Elektrokatalyse. Erst tropfte mein Zellaufbau ewig, weil ich mich nicht traute, ihn vernünftig zu zu schrauben. Als er das Tropfen aufhörte, fand ich den Elektrolyten dann mal wieder in der Gasleitung. Diesmal habe ich die Fassung besser bewahrt, auch wenn ich für einen Moment durchaus den Tränen nahe war. Inzwischen ist der Gedanke gereift, dass meine Gasdiffusionsschichten nicht bei...

Auf in den Tanz

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[Montag] Um neun stand erstmal Festkörperseminar an, was entsetzlich öde war. Der Sprecher sprach viel zu leise als dass ich von ihm neue japanische Wörter hätte lernen können und der Inhalt war sowohl kompliziert wie auch größtenteils uninteressant. Ich lernte Vokabeln, räumte meine Emails auf, kämpfte gegen die Müdigkeit und recherchierte für mein nächstes Forschungspraktikum an der TUM.  Nach zwei Stunden waren wir endlich entlassen. Ich sprühte die Kupfer-Ceroxid-Würfel auf eine GDL, wobei ich mich wunderte, dass auf der Rückseite bzw. auf der Pappe schwarze Partikel sichtbar wurden. Kein gutes Zeichen. Danach verspeiste ich mein mitgebrachtes obento im Pausenraum. Anschließend maß ich parallel ein SEM und bereitete zwei TEM-Proben für morgen vor, womit ich um kurz nach drei fertig wurde. Dann saß ich noch ein wenig uninspiriert am Computer rum und ging dann gegen vier Uhr nach Hause, wo ich erstmal der Müdigkeit nachgab und eine halbe Stunde tief und fest schlief.  Nach e...

Eiseskälte

[Sonntag] Heute war die Höchsttemperatur vier Grad, was zur Folge hatte, dass der gelegentliche Niederschlag als Feststoff zu uns kam. Es ist strittig, ob das Schnee oder Hagel war. Es fiel langsam und wirbelnd zu Boden wie Schnee, sprang aber auf meinem Balkon eher wie Hagel. Da ich am Vormittag mit dem Rad zum Einkaufen fuhr, kann ich aus erster Hand berichten, dass das Zeug mit Gegenwind kombiniert verdammt unangenehm sticht. Conclusio: das waren keine Schneeflocken, das waren Eisspeere.  Übrigens haben wir jetzt alle Unterkünfte für unsere Japanreise im Februar gebucht! Danach ging's zur Feier des Tages natürlich gleich noch mal auf den minecraft-Server.  Um fünfzehn Uhr ging ich zum Nachbarhaus, dem Dorm 1. Der Ägypter aus meinem Japanischkurs hatte mich dazu eingeladen, dass dort nachmittags Karaoke gesungen werden würde. Als wir ankamen waren wir dann zu sechst, später kamen noch ein paar dazu, insofern war es sehr entspannt. Für meinen Geschmack fast ein bisschen zu en...

Regen

[Samstag] Für dieses Wochenende habe ich mir vorgenommen, wenig das Wohnheim zu verlassen und mich stattdessen zu entspannen und alles Mögliche an liegengebliebenen Sachen zu bearbeiten. Das Wetter ist stürmisch-regnerisch bei circa 10 Grad, perfekt also um Stunden mit Reiseplanung und Minecraft zu verdüdeln. Nachmittags regnete es zwischenzeitlich mal nicht, da ging ich ein wenig hinaus, damit der Wind meine Haare zerzausen konnte. Ansonsten habe ich vor allem aufgeräumt und Bettzeug gewaschen. Der Trockner läuft inzwischen seit vier Stunden und ich bin mir nicht sicher, ob das normal ist und ob er mir rechtzeitig zum Schlafen meinen trockenen Bettbezug wiedergibt.  Der Post von letztem Samstag ist endlich da! Hier geht's zum Vulkan: Feuermünder und heißes Wasser

Eine Lieferung Weihnachten!!

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[Freitag] Wow, schon wieder eine Woche rum. Langsam sollte ich echt mit meinem Bericht-Schreibe-Tempo anziehen.  Erstmal ab ins Labor, meine gestern synthetisierten Proben auskratzen und SEM- und XRD-Proben vorbereiten. Die XRD-Proben konnte ich diesmal nicht starten, weil das Gerät gerade belegt war, und man kann bei der Bruker wie gesagt nichts zur Warteschlange hinzufügen. Vielleicht sollte ich mich doch mal mit der Aeris anfreunden, allerdings haben wir da bisher nur zwei Probenhalter, die anderen sind noch im Versand.  Schon die Farbe zeigt einen Unterschied beim ceria, sehr beruhigend! Beim Japanischtest wurde erstmal ein Grammatiktest geschrieben. Die darauffolgenden Grammatikeinheiten waren simpel, aber die Übungen ganz lustig. Die Frage, was für ein Tier man werden würde, löste eine Diskussion über die Essbarkeit von Tieren aus. Ich begab mich nämlich bewusst auf politisches Glatteis und meinte, wenn ich weit genug weg von Japan sei, wäre ich gerne ein Wal. Niemand au...

Flüssige Synthesen

[Donnerstag] Heute war ein intensiver Synthesetag geplant, der erstaunlich glatt lief. Gut, es waren alles bereits durchgeführte Sachen, lediglich bei meinen ceria-Kupferwürfeln habe ich diesmal alles verdoppelt, damit genug herauskommt, um die katalytische Aktivität messen zu können (alias mehr als vier Milligramm bitte).  Lediglich nach dem Mittagessen (das zweite Keema-Curry diese Woche) musste ich feststellen, dass einer der beiden PID-Regler irgendwie Unsinn verzapft hatte, aber glücklicherweise war es der mit der kürzeren Synthesezeit und der Unsinn war früh genug eingetreten, dass nichts kaputt gegangen war. Die Ist-Temperatur war nämlich 40 °C bei einer Soll-Temperatur von 260 °C. Keine Ahnung was das Problem war, ich hab eine Weile rätselnd die japanischsprachige Anleitung angeschaut und ein paar Dinge getestet, aber kein Ursache ausfindig gemacht. Also gab's einen Warnhinweis für zukünftige Benutzer drauf, dann habe ich mir einen anderen Regler geschnappt.  Insgesamt...

Gedanken über Essen

[Mittwoch] Heute hab ich mal nicht die eine Stunde geschwänzt, die ich vor dem Japanischunterricht im Labor verbringen kann. Die hat mir nämlich perfekt gepasst, um mein gestriges Produkt aus den Zentrifugenröhrchen zu kratzen und dann die XRD- und SEM-Proben vorzubereiten. Ich konnte sogar die XRD-Messung noch starten.  Im Japanisch-Unterricht wurde erstmal der Vokabeltest absolviert. Dann gings in die nächste Lektion, wobei wir erstmal den Lektionstext verarbeiteten, indem eine Kanji-Leseübung abgehalten wurde und dann unbekannte Ausdrücke besprochen wurden. Hier waren weniger die Wörter das Problem, als der Inhalt, es ging nämlich um die Bräuche, nach denen an bestimmten Tagen bestimmte Speisen verzehrt werden, und um die kommerziellen Usprünge dieser Traditionen. Auf Seiten der Schülerschaft herrschte da manchmal Verwirrung, warum Aal gegen Sommerhitze helfen soll, oder was eine Glücks-Himmelsrichtung ist.  Während des Unterrichts hatte ich leichten Schwindel verspürt, wes...

Kein Alkohol ist auch keine Lösung oder so

[Dienstag] Pünktlich um neun stand ich bereits im Labor. Heute habe ich endlich mal die Syntheseroute von Kupferwürfeln in Ethanol angepackt, die schon länger auf meiner Liste steht. Nachdem es bisher nie so recht geklappt hat, dass ceria an den Kupferwürfeln haftet, wenn ich den precursor in das heiße Öl injiziere, habe ich heute die Kupferwürfel nach der klassischen Methode in Öl hergestellt, dann gewaschen und den ceria precursor in Ethanol injiziert. Ich bin gespannt, ob das funktioniert, aber das wird sich erst bei der Charakterisierung zeigen. Ich habe jedoch ein gutes Gefühl dabei, das vor allem von einer kleinen winzigen Farbänderung rührt (der allseits bekannte Unterschied zwischen dunkelrot und dunkelrot).  Die Synthese selbst lief sehr flüssig, und ich war letztendlich früher fertig als erwartet, nämlich um zehn nach fünf. Es war schön, am Schreibtisch zu sitzen, also blieb ich noch etwas und beendete meine Arbeit am Appendixteil zu der Rolle von Salz bei der ceria deco...

Der Schreibtisch ist ein gemütlicher Ort

[Montag] Pünktlich um neun saß ich im Seminarraum, wo heute mal wieder Journalclub angesagt war. Das Thema des vorgestellten Papers war kompliziert und der Vortrag auf Japanisch, insofern hatte ich große Mühe, dabei zu bleiben, vor allem weil das fast zwei Stunden dauerte.  Da meine anstehende Synthese einen kompletten Tag beanspruchen wird, bastelte ich heute vor allem an meiner nächsten Research Presentation, die in zehn Tagen zu halten sein wird. Da kam ich ganz gut voran und war heute insgesamt recht produktiv mit meiner Computerarbeit. Am Ende schrieb ich sogar noch ein wenig am Bericht. Gut, bevor ich ging diskutierten wir zu viert auch noch eine Viertelstunde über den Weihnachtsmarkt in Tenjin, klassische Konzerte und warum meine Oma in Japan bekannt sein könnte.  Um halb sechs verließ ich das Labor, macht einen kleinen Umweg zum konbini, um Geld abzuheben, und stieg dann in den Bus nach Gakkentoshi. Da ich früh dran war ging ich rasch noch zu Cosmos etwas einkaufen (vo...

Kling, Glöckchen, kling

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[Sonntag] Nach knapp sechs Stunden Schlaf stand ich gemütlich auf, um mich um acht mit dem Mainzer zu treffen. Gemeinsam liefen wir zum Mietwagen, um dann das Rätsel des Tankens anzugehen. Ohne den Tankwart hätten wir den Tankdeckel wohl erst siebzehn Stunden später aufbekommen und auch nicht gewusst, ob man vor oder nach dem Tanken zahlt. Das Auto wollte gerne reguläres Benzin, und das kostet sagenhafte 169 Yen pro Liter - das ist je nach Wechselkurs etwas über ein Euro! So viel hatten wir auch nicht verbraucht, knapp 18 Liter, insfoern waren die Spritkosten geringer als erwartet.  Dann fuhren wir zum Rückgabe, die in Rekordzeit vonstatten ging. Direkt passend kam dann auch ein Bus, der uns zurück zum Campus fuhr. Wir stiegen allerdings früher aus, um noch beim konbini die roten Mülltüten zu kaufen. Außerdem erwarb ich Tiefkühlpasta für mein Mittagessen.  Die Wohnheims-Managerin sperrte mir bei der Rückkehr den Mehrzweckraum auf und ich holte von oben alle benötigten Sachen, ...

Feuermünder und heißes Wasser

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[Samstag] Abmarsch um 7:20, damit wir um acht Uhr pünktlich den Mietwagen abholen konnten. Außer uns hatten scheinbar noch ein paar Leute den Gedanken, aber es ging trotzdem recht schnell. Der Mainzer war unser Fahrer, und nach anfänglichen Scheibenwischen statt Blinken gewöhnte er sich schnell an das Auto. Ein Toyota Passo, wenn ich mich recht entsinne. Auto halt. Hat uns etwa achtzig Euro für 25h gekostet. Dazu kommt natürlich Sprit, der überraschend günstig ist (169 Yen pro Liter, das ist je nach Wechselkurs ein guter Euro, und wir haben gut 17 Liter verbraucht), und Maut, die mit etwa fünfzig Euro noch teurer war als erwartet.  Auf der Autobahn nach Süden darf man normalerweise achtzig km/h fahren, es war auch eher voll. Der Spurhalteassistent war ein guter Freund von uns, denn offenbar ist es gar nicht so einfach, die Fahrspur richtig einzuschätzen, wenn man auf der falschen Seite sitzt.  Nachdem wir die Autobahn verlassen hatten und einen kurzen Stopp bei einem konbini g...

Weihnachten vom Strand

[Freitag] Morgens besuchten der Mainzer und ich erstmal den Strand, um Sachen für unsere Weihnachtsdeko zu sammeln. Dort wachsen nämlich viele Kiefern. Jetzt haben wir sehr viele Kiefernzapfen und einige Kiefernzweige. Andere Nadelgewächse stehen hier nämlich nicht zur Verfügung.  Auf die Minute pünktlich erschien ich dann um halb elf beim Japanisch. Die erste Hälfte war etwas langweilig, weil mir die behandelte Grammatik schon wohlbekannt war und die Freitagslehrerin nicht so spannende Erklärungen und Übungen macht. Um eins war ich zum Laborputz anwesend, danach pflanzte ich mich vor den Computer. So wirklich produktiv war ich da heute nicht. Über eine Stunde verwandte ich darauf, Dinge für den morgen geplanten Ausflug zu recherchieren. Um kurz nach fünf ging ich dann heim, weil ich für halb sechs zum Plätzchenteig vorbereiten verabredet war. Die Teige für Walnussplätzchen und Terrassenplätzchen sind jetzt im Kühlschrank.  Gegen halb neun fand ich mich noch bei der Coffee Hou...

Der Misthaufen wächst

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[Donnerstag] Heute habe ich festgestellt, dass die erste Gasdiffusionslayer Schrott ist, dann die zweite kaputt gemacht. Dann bin ich mit den Nerven am Ende nach Hause gegangen, habe mich etwas sortiert und bin um kurz nach sechs wieder im Labor gewesen, damit wir um halb sieben TEM messen konnten. Immerhin waren das gute Bilder. Auch wenn das Material als Katalysator eher mies war, ist zumindest die Struktur so gelungen wie beabsichtigt.  Da dürfte keine Flüssigkeit zu sehen sein. Das ist die Gasseite :(   Um halb acht war ich wieder daheim, kochte mir etwas leckeres und machte probehalber gebrannte Mandeln, die sehr lecker sind. Das Feature, einen Topf voller Karamellfäden zu besitzen, macht auch Freude.