Feierstimmung

[Samstag]

Den Vormittag beging ich recht entspannt, um zwölf Uhr fand ich mich dann im Mehrzweckraum ein, wo die Weihnachtsfeier des Wohnheims stattfand. Am Anfang war die Stimmung etwas fad, es war zu viel Zeit für Essen eingeplant worden. Es gab nämlich ein wenig Sushi, Pizza und oden vom Wohnheimsbudget. Bei den Pizzen waren zwei von drei vegetarisch, das war gut. Trotzdem führte die Tatsache, dass es mehr Snack als Mittagessen war, dazu, dass einige zwischendurch in ihren Zimmer kochen gingen. Schließlich wurden noch drei "Kuchen" "gebacken", denn schließlich gehört Kuchen auf jeden Fall zu japanischem Weihnachten (am besten mit Erdbeeren). Auf das Ausleben des Brauchs, an Weihnachten Chingen Wings zu essen, wurde glücklicherweise verzichtet. 




Um drei fand dann eine Art Wichtelgeschenkaustausch statt. Die Vorgabe waren 1000 Yen gewesen, von denen ich ein Glas Pesto, eine Packung Spaghetti und eine Packung Grissini erworben hatte. Es wurde durch eine Kombination von Bingo und gezogenenen Spielkarten zufällig bestimmt, wer wem ein Geschenk macht. Das war ziemlich witzig. Manche Geschenke waren weniger passend, manche Menschen hatten nämlich sehr weiblich bestimmte Geschenke ausgesucht, die dann an Männer gingen, oder einfach nur irgendwas liebloses geschenkt, wie ein ausgelesenes Buch (japanisch, an jemanden, der kein Japanisch kann) oder eine alte Mütze. Ich bekam eine Tüte mit Süßigkeiten, witzigerweise auch mit einer Tüte Haribo. 


 

Um vier war das Event offiziell beendet, dann wurden anderthalb Stunden vertelefoniert und ich saß um halb sechs im Sattel. Ich hatte angezettelt, mit meinen Mitbewohnerinnen essen zu gehen. Suzie, Michaela und ich hatten Zeit, und wir nahmen noch zwei andere mit, nämlich den Mainzer und eine Thailänderin. Es wurde eine sehr lustige Runde, so gut hatte ich mir das gar nicht vorgestellt. Das chinesische Essen war gut (ich hatte unbedingt Gyoza essen wollen) und wir gingen hinterher noch Eis essen, sodass wir fast vier Stunden zusammen verbrachten. 


Der Mainzer ging statt Eis lieber Handschuhe kaufen.

Das links ist Calpis, eine Art "Milchgetränk", das meiner Meinung nach geschmacklich sehr weit von Milch entfernt ist, aber eine bessere Beschreibung als süßen Trinkjoghurt habe ich auch noch nicht gefunden.



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