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Time to say goodbye - and time to say welcome!!

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[Montag] Der letzte vollständige Tag im Wohnheim. Und insofern wohl auch der letzte Post hier. Vormittags habe ich vor allem gepackt und geputzt. Außerdem habe ich eine Übersicht über alle übrigen Dinge erstellt. Die Sri Lankerin nahm mir etwa die Hälfte der Lebensmittel ab, die andere Hälfte packte ich dem Mainzer in einen übrig gebliebenen Karton. Die Backzutaten brachte ich rasch zu einem anderen Deutschen, der wahrscheinlich die am häufigsten backende Person dieses Wohnheims ist. Zum Mittagessen aß ich Reste von gestern. Am Nachmittag telefonierte ich viel mit meinem Freund, wobei ich auch eine Runde spazieren ging. Die Sonne schien herrlich warm, nur Wind und Schatten schufen die Notwendigkeit von dicken Jacken.  Heute ist Ersatztag für den gestrigen Feiertag, deswegen war es sehr ruhig. Am Spätnachmittag duschte ich ein letztes Mal, damit ich die Handtücher noch durch Waschmaschine und Trockner jagen konnte. Für den Rest der Zeit muss ein Hankachi (de facto ein Waschlappen, a...

Let go

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[Sonntag] Heute ging's vor allem um Verabschiedungen, Reiserecherchen und Koffervorbereitungen. Ich wusch eine Runde Wäsche (alles, was man aufhängen muss). Das Waschmittel ist fast perfekt ausgegangen, es ist eine halbe Portion übrig, die ich morgen mit dem meiner Mitbewohnerin ergänzen werde.  Um elf besuchten der Mainzer und ich die Brasilianerin in Dorm2, da sie sich nochmal kurz persönlich verabschieden wollte und Süßigkeiten gemacht hatte. Kurz danach brach ich Richtung Harmony House (anderes Wohnheim) auf, wo ich den Ägypter aus meinem Japanisch-Kurs traf. Wir spazierten zusammen zum Meer, wo wir jeder unser mitgebrachtes Mittagessen verspeisten. Es war erstaunlich warm in der Sonne, nur der Wind pfiff recht eisig.    Eventuell mein letztes Mal hier am Meer?? Nach gut anderthalb Stunden war ich wieder zurück im Wohnheim, wo ich irgendwie nicht richtig produktiv war. Gefühlt schiebe ich oft Sachen von links nach rechts, aufs Bett, in den Schrank, in die Reisetasche...

Saturdays for Future

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[Samstag] Noch drei Tage... Heute vormittag habe ich mal mit Koffer packen angefangen. Erstmal habe ich einen Koffer mit allen Dingen gefüllt, die ich definitiv bis zu meiner Ankunft in München nicht mehr benötige. Den ganzen Rest habe ich wild in die Reisetasche gestopft. Zu meiner Überraschung ging es sich volumen- und gewichtsmäßig mühelos aus. Ich hatte nur vierzig Kilogramm, und wenn ich mich recht entsinne, war ich ursprünglich mal mit 44 kg angekommen. Ich habe viel drüber nachgedacht, was ich vergessen haben könnte, aber es ergibt schon Sinn so. Ich habe ja bewusst Dinge eingepackt, die man verbraucht, sowas wie Spekulatius, Tee und Taschentücher. Auch zwei Flaschen Duschgel und Shampoo wogen mal mehr, und außerdem trage ich zwei Jeans zu Grabe. Das passt wirklich super, quasi fast kaputte Dinge mitzunehmen und sie dann hier zu entsorgen. Auch wenn das bei Unterwäsche nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt. Und zu guter Letzt habe ich auch wenig eingekauft, immer mit dem Hinterge...

Nanzoin und Biryani

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[Freitag] - Fotos fehlen Heute machten die Yokohamerin und ich einen Ausflug zum Nanzoin-Tempel, der östlich von Fukuoka liegt, weshalb ich fast zwei Stunden dahin brauche. Es hat sich aber gelohnt. Schon die Fahrt mit dem Zug ab Hakata in die Hügel war hübsch, und in dem schmalen Tal roch es richtig schön nach frischem Bergwald. Die Sonne ließ sich immer mal blicken. Der Tempel liegt quasi direkt am Bahnhof und ist für seine Buddha-Statue bekannt. Diese gilt als größte Bronze-Statue der Welt. Die liegende Darstellung des Buddha ist in Japan eine Rarität und entspringt wohl einer engen Beziehung des Tempels zu Nepal und Myanmar. Außer der Statue gibt es sehr viele Altäre und andere Statuen, was wir in Ruhe erkundet haben. Es waren nur wenig andere Menschen dort, der Ort ist touristisch nicht so bekannt wie man annehmen sollte.  Nach unserem Besuch gingen wir Udon-Nudeln essen. Anschließend wanderten wir die Straße entlang und die gegenüberliegende Hügelseite hinauf, um eine andere ...

Allerlei Erledigungen und eine Pilgerreise

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[Donnerstag] - da fehlen noch Fotos In der Früh spaziere ich erstmal über den Campus, um mein Japanischzertifikat abzuholen. Da erfuhr ich auch meine Note, ein "S". Das ist die beste Note. Es wird nur zwischen vier Stufen unterschieden, und das macht die Umrechnung ins TUM-System schwierig. Eigentlich muss die beste Note 1.0 sein, aber das ist doch auch ungerecht? Naja, ich würds sehr gern nehmen... Zuhause putzte ich die Fenster. Das sind wohl die am schlechtesten geputzten Fenster meines bisherigen Lebens. Vielleicht putze ich sie nochmal, falls mir vor der Abreise langweilig wird. Zum Mittagessen kochte ich nochmal ein Chili sin carne.  Um eins brach ich dann in allerlei Erledigungen auf. Nachdem ich kurz vorher eine Email bekommen hatte, dass meine Confirmation of Stay fertig geworden war, ging ich schon wieder über den Campus in ein Büro, um das Dokument abzuholen. Dann schwang ich mich aufs Fahrrad und fuhr nach Gakkentoshi. Erstmal hatte ich einen Termin beim Friseur, ...

Ein bunter Tag

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[Mittwoch] - Kamerafotos gibt's irgendwann anders Ich war gerade 45 Minuten eingeschlafen, als ich aus dem Schlaf fuhr. Etwas stach auf meine Haut rechts an der Hüfte ein, und ich meine mich erinnern ein seltsames Geräusch gehört zu haben. Ich sprang regelrecht aus dem Bett und warf die Wärmflasche von mir, wobei mir bald auffiel, dass man am besten etwas hinterher wirft, um das auslaufende Wasser aufzufangen. Das Wasser kam aus einem Loch, das ziemlich willkürlich irgendwo in der Flasche aufgegangen war. Und da es erst zwei Stunden alt war, war es noch sehr heiß, also habe ich mir tatsächlich eine leichte Verbrennung zugezogen. Sehr ratlos, verwirrt und adrenalin-geflutet stand ich also nachts um halb eins in meinem Zimmer vor einem nassen Bett. Gut, dass ich recht viele Handtücher besitze, mit denen ich alles soweit wie möglich trocknete, aber der Futon (also die dünne Matratze) war halt nass. Da half auch föhnen nicht wirklich, also legte ich darunter und darüber Handtüchter, ta...

Tag des Brots

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[Dienstag] Es ist schön, ausschlafen zu können und diesem Gefühl von Ferien-Freiheit nachzuspüren. Gegen halb zehn schwang ich mich aufs Fahrrad und fuhr zum Bahnhof Gakkentoshi. Dort war ich mit der Inderin verabredet, die leider 35 Minuten auf sich warten ließ. Ich beschwor mich, dass ich Zeit habe, aber ein bisschen genervt war ich trotzdem. Gemeinsam fuhren wir nach Meinohama aufs Bürgeramt, um uns abzumelden. Die Adressanmeldung funktionierte auch, aber um uns bei der Renten- und Krankenversicherung abzumelden, müssen wir wohl woanders hin. Das stand im Living Guidbook anders, was mich verunsichert, aber das ist auch schon zwei Jahre alt und vielleicht nicht aktuell. Immerhin ist besagtes Gemeindezentrum direkt am Bahnhof Gakkentoshi. Allerdings teilte man mir auch mit, dass ich zu früh dran sei mit der Versicherungsabmeldung, weil ich Japan ja erst am 29. Februar verlasse. Ich habe aber nicht vor, 10-14 Tage vor diesem Datum in Gakkentoshi zu erscheinen. Ich werde es übermorgen v...