Nanzoin und Biryani
[Freitag] - Fotos fehlen
Heute machten die Yokohamerin und ich einen Ausflug zum Nanzoin-Tempel, der östlich von Fukuoka liegt, weshalb ich fast zwei Stunden dahin brauche. Es hat sich aber gelohnt. Schon die Fahrt mit dem Zug ab Hakata in die Hügel war hübsch, und in dem schmalen Tal roch es richtig schön nach frischem Bergwald. Die Sonne ließ sich immer mal blicken. Der Tempel liegt quasi direkt am Bahnhof und ist für seine Buddha-Statue bekannt. Diese gilt als größte Bronze-Statue der Welt. Die liegende Darstellung des Buddha ist in Japan eine Rarität und entspringt wohl einer engen Beziehung des Tempels zu Nepal und Myanmar. Außer der Statue gibt es sehr viele Altäre und andere Statuen, was wir in Ruhe erkundet haben. Es waren nur wenig andere Menschen dort, der Ort ist touristisch nicht so bekannt wie man annehmen sollte.
Nach unserem Besuch gingen wir Udon-Nudeln essen. Anschließend wanderten wir die Straße entlang und die gegenüberliegende Hügelseite hinauf, um eine andere Perspektive auf die riesige Statue zu bekommen.
Mit dem Zug fuhren wir zurück nach Hakata, wo wir am Bahnhof etwas bummelten. Außerdem ruhten wir uns mit Kaffee und Kuchen aus. Es ist sehr spannnend, sich in Ruhe über das Leben als Ausländer in Japan auszutauschen, sie hat sehr viel tiefergehende Erfahrungen diesbezüglich als die allermeisten Menschen, die ich sonst so kenne.
Gegen fünf trennten sich dann unsere Wege. Ich fuhr zurück nach Gakkentoshi, wo ich erstmal recht spontan Auftragseinkäufe erledigte. Dann fuhr ich mal wieder zum Koban in Susenji, wo diesmal gleich mehrere Polizisten anwesend waren. Die Abmeldung war rasch erledigt und ich fuhr heim, wo ich die Einkäufe allesamt beim Mainzer abwarf und mich in mein Zimmer verkroch. Ich war ziemlich erschöpft und nicht wirklich für soziale Interaktion zu haben.
Um halb neun gesellte ich mich dann nach unten, wo die anderen derweil ihre Vorbereitungen abgeschlossen hatten. Die Zusammensetzung der Menschen ähnelte der des Temaki-Sushi-Essens neulich, denn die beiden Indys hatten sich mit Biryani-Reis revanchieren wollen. Ich brauchte eine Weile, um in der Runde anzukommen, aber es wurde dann ein lustiger Abend, und ich zählte zu den letzten, die gegen Mitternacht heimging.

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