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Es werden Posts vom September, 2023 angezeigt.

Don't stop me now

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Den heutigen Vormittag ging ich sehr entspannt an. Irgendwann machte ich mich mal daran, das Bad zu putzen, wobei ich mich von Julia bezüglich der vorhandenen Reinigungsmittel beraten ließ. Das war so mittelmäßig hilfreich. Putzmittel sind hier eher Mangelware. Unser frisch geputztes Badezimmer mit Waschmaschine und Trockner. Frisch geputztes Bad. Kurz bevor ich das Haus verlassen wollte begegnete ich dann noch meiner dritten Mitbewohnerin, nennen wir sie mal Michaela. Sie studiert eine Art Mix von allem und ist genauso wie Julia noch im ersten Studienjahr (die Uni beginnt immer im April). Um 13 Uhr traf ich mich mit zehn anderen Leuten unten am Eingang des Wohnheims. Wir fuhren gemeinsam mit dem Bus zum Karaoke. Nachmittags sind die Tarife etwas günstiger, es war nicht viel los, und wir bekamen einen schönen großen Raum. Ich musste den Normalpreis zahlen, weil ich keinen Studentenausweis habe (wenn ich jetzt so drüber nachdenke hätte ich einfach meinen TUM-Ausweis zeigen sollen...), d...

Bürokratische Geschäfte

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Morgens suchte ich erst einmal einen co.op-Shop auf dem Campus. Laut Website gibt es davon mehrere in verschiedenen Gebäuden, aber leider stand nirgendwo wo innerhalb dieser Gebäude. Ich habe die vage Ahnung, dass es sich bei dem co.op-Ding um eine Entsprechung zu unserem Studentenwerk handelt. Ich ging in eines der angegebenen Gebäude und fragte in einem kleinen Laden nach. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Laden bereits um das gesuchte Geschäft handelt. Mein Anliegen war eine Versicherung für meine Labortätigkeit abzuschließen, aber das ging wohl erst ab elf Uhr, und es war erst halb neun. Also drehte ich wieder um.    Ich glaube hier sind hauptsächlich Vorlesungsäle und Seminarräume drin. Nach ein wenig Rumtrödelei fuhr ich dann Richtung Bahn zur nächstgelegenen Polizeistation ( koban ), weil ich den Verdacht hatte, dass mein Fahrrad nicht registriert ist. Damit lag ich auch richtig. Der Vorbesitzer hatte das Rad ordnungsgemäß abgemeldet, aber die Nummer dran gel...

Sing

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[Donnerstag] Heute vormittag besuchte ich den Chor. Ein senpai aus dem Wohnheim hatte mich und den Schweden mitgenommen. Leider stellte sich dann um zehn erstmal heraus, dass der vorgesehene Raum nicht verfügbar war. Nach einigem hin und her fuhren wir mit dem Bus zum anderen Ende des Campus. Nach einem gemeinsamen Einsingen gab es erst einmal Stimmproben, mit allen vier Stimmen im gleichen Raum! Das war echt next level. Zum Schluss wurden die zwei Stücke zusammengesetzt. Hier sind sie auf Youtube zu finden: https://m.youtube.com/watch?si=VeXFNbMlt1HePGhe&v=Aax8D9jjxkQ&feature=youtu.be https://m.youtube.com/watch?v=AjlCs0BTvAM Es ist eine wahnsinnig typische japanische Chorliteratur, ein Stil, mit dem ich länger nichts zu tun hatte. Vor allem das zweite gefällt mir gut, es geht irgendwie um Baden. Leider kann ich so schnell nicht Noten und Japanisch vom Blatt lesen, das hat das Mitsingen etwas erschwert.  Es war cool, bei denen vorbei zu schauen! Mit ein paar Mitgliedern d...

Japan für Anfänger

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[Mittwoch] Offenbar wache ich hier immer um sieben auf, vielleicht hat es etwas mit der Helligkeit zu tun, auch wenn die Vorhänge verhältnismäßig dicht sind. Ich nutzte die Gunst der Stunde und schwang mich aufs Fahrrad, um endlich den Strand zu erkunden. Es ist eine zehnmütige Fahrradfahrt durch Reisfelder. Da 80% des Weges am Fluss entlang führen, ist er auch sehr eben. Nur am Wohnheim gibt es eine kleine Steigung.    Ich hatte erst etwas Mühe, den richtigen Eingang durch den Wald zum Strand zu finden, stand aber letztendlich an einem menschenleeren Strand. Die Wellen waren recht ruhig, weil es erstens eine Art Bucht ist und zweitens einige Inseln vorgelagert liegen. Es ist recht viel Müll vorhanden, ich frage mich ob es wohl eine Art freiwilliges Aufräumen gibt? Da mus ich mich mal informieren.      Die Wolken waren echt schön, die Lichtstimmung veränderte sich ständig. Der Wind ist heute recht stark, das macht es deutlich angenehmer. Trotzdem war ich sehr ve...

Schon wieder shoppen?

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Manche Menschen schlafen morgens. Manche gehen joggen. Ich finde Minecraft spielen ist auch immer eine gute Option.  Ich hatte mich beim Student Support für irgendeine Art Event mit Shoppen und so angemeldet. Meine Erwartung war dass man in einer Kleingruppe ein bisschen durch die Bahnhofsgegend spaziert. Eigentlich weiß ich ja schon, wo ich das meiste einkaufen kann, aber in einer Gruppe findet man bestimmt interessante Gesprächspartner. Nun, die Realität sah so aus, dass da keine Kleingruppe war, sondern nur ich, und zwei Japaner vom Student Support. Was ich übersehen hatte war, dass es sich um den Science Student Support handelte, und auch innerhalb dieser Fakultät waren die Anmeldungen zum Support (also deren hauseigenen Buddy-Programm quasi) wohl ziemlich gering gewesen. Dann stand ich also mit einem Physiker und einem Chemiker da und sollte mir Dinge zeigen lassen, die ich schon kannte. Letztendlich fielen mir dann doch einige Fragen im Supermarkt ein. Ich fing mit der Frage...

Jetzt wird's offiziell...

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Frühmorgens schloss ich erst einmal eine so genannte Fahrradversicherung ab, die wohl vor allem die Schmerzensgeldforderungen von möglichen Unfällen abdecken soll. Nachdem die hier häufiger in Millionenhöhe sind, hat die Stadt Fukuoka solch eine Versicherung für alle Fahrradfahrys verpflichtend gemacht, genauso wie eine Registrierung jedes Fahrrads zum Diebstahlschutz.  Um zehn fand eine Veranstaltung zur Bürokratiebewältigung statt. In einem Seminarraum wurden dazu etwa vierzig Gaststudentys versammelt und ihnen auf Englisch und Japanisch erläutert, wie die Anmeldung am Amt vonstatten geht. Simplerweise unterschreibt man hier einfach eine Vollmacht und lässt andere das für einen erledigen. Sehr sehr angenehm! Nur dass ich dafür meine Residence Card aus der Hand geben muss schmeckt mir nicht so sehr, offiziell darf ich das gar nicht. Außerdem wurde uns erklärt, warum man ein japanisches Bankkonto benötigen könnte und wie man ein solches erhält. Ich möchte zwar nicht arbeiten, aber ...

Finding my way

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Am Vormittag bin ich erst einmal über den Campus spaziert. Bis auf die Sportplätze war er komplett ausgestorben, es ist schließlich Sonntag in den Ferien. Es gibt eine für Studenten öffentliche Trainingshalle mit eingerichtetem Fitnessraum, wo ein paar Leute waren, viele waren auch draußen auf dem Feld unterwegs. Und es gibt einen Pool, der 2€ Eintritt kostet für Studenten. Allerdings könnte ich den gar nicht benutzen, weil ich nur einen Bikini dabei habe, und die sind da verboten...  Ein bisschen verwildert sieht es hier fast aus, weil offenbar über die Ferien das Grünzeug aus jeder Ritze gekrochen ist. Es ist aber schon eine Truppe an Gärtnern unterwegs zum Stutzen, mal schauen wie der Campus in einer Woche ausschaut.   Ich lief auch bei den Chemiegebäuden vorbei, sie haben von außen den Charme von Fabrikhallen. Es bleibt spannend, wie sie wohl drinnen ausschauen. Am Nachmittag las ich eine Weile eines der vier Paper, die ich vor meinem Forschungspraktikum noch verstehen sol...