Sing

[Donnerstag]

Heute vormittag besuchte ich den Chor. Ein senpai aus dem Wohnheim hatte mich und den Schweden mitgenommen. Leider stellte sich dann um zehn erstmal heraus, dass der vorgesehene Raum nicht verfügbar war. Nach einigem hin und her fuhren wir mit dem Bus zum anderen Ende des Campus. Nach einem gemeinsamen Einsingen gab es erst einmal Stimmproben, mit allen vier Stimmen im gleichen Raum! Das war echt next level. Zum Schluss wurden die zwei Stücke zusammengesetzt. Hier sind sie auf Youtube zu finden:

https://m.youtube.com/watch?si=VeXFNbMlt1HePGhe&v=Aax8D9jjxkQ&feature=youtu.be

https://m.youtube.com/watch?v=AjlCs0BTvAM

Es ist eine wahnsinnig typische japanische Chorliteratur, ein Stil, mit dem ich länger nichts zu tun hatte. Vor allem das zweite gefällt mir gut, es geht irgendwie um Baden. Leider kann ich so schnell nicht Noten und Japanisch vom Blatt lesen, das hat das Mitsingen etwas erschwert. 

Es war cool, bei denen vorbei zu schauen! Mit ein paar Mitgliedern des Chors habe ich mich unterhalten, das war sehr nett. Trotzdem werde ich langfristig vermutlich eher nicht mitmachen, da mir drei Proben pro Woche etwas zu viel Arbeit sein werden. Das ist kein Club, den man so nebenbei mitmacht, schließlich gibt es am Ende ein Konzert zu singen.

Der Schwede und ich schlichen uns ein paar Minuten früher aus der Probe, weil wir um 13 Uhr die Fortsetzung unseres Paperwork-Seminars hatten. Dafür eilten wir 25 Minuten zu Fuß wieder zu unserem Ende des Campus, immerhin bergab. Ich hatte schrecklich Hunger, aber es blieb keine Zeit für Essen. 

Wir erhielten unsere Residence Card zurück, zusammen mit einem Stapel Papierkram. Da ist die Beantragung auf Befreiung von der Rente, die Beantragung der My Number Card, die Zahlung der Nationalen Krankenversicherung, Informationsmaterial über das Eröffnen eines Bankkontos (die JP  Bank verlangt doch tatsächlich 50€ (!) Überweisungsgebühr in den ersten sechs Monaten!) und andere Zettel, die ich noch nicht gelesen habe. Japan und Deutschland haben eine sehr ähnliche Neigung zur Bürokratie...

Nach der Session plünderte ich gemeinsam mit meiner malaysischen Freunden einen Konbini, bevor ich dann den Nachmittag/Abend größtenteils allein zuhause verbrachte. Zum Sonnenuntergang ging ich aufs Dach der Bibliothek, es war eine schöne, goldene Stimmung. Da oben waren auch kaum Menschen unterwegs, sodass ich die meiste Zeit frei heraus mit den Liedern in meinen Kopfhörern mitsingen konnte. Das war schön :)

Das sind übrigens Windräder zur Stromproduktion, habe ich mir sagen lassen.

Die dreidimensionalen Verknüpfungen dieses Campus sind mir noch nicht geläufig.

Es gibt keine Lampe ohne Spinnen. Und ja, die sind immer so groß.


Ich glaube hier oben wird ein neuer Lieblingsplatz.

Oft erweckt der Campus den Eindruck, als wäre er ständig davon bedroht demnächst von der Natur verschlungen zu werden. 



Diese Konstruktion habe ich bei Amazon bestellt, sie erlaubt mir meinen Schrank deutlich sinnvoller zu nutzen.

 

Jaja, ich habs versprochen, hier ist ein Blick in mein Zimmer.

Und die Gegenrichtung. Weitwinkel macht's möglich!

Dieses omiyage (Mitbringsel) hat Julia mitgebracht. Ich dachte erst es wäre eine Art Käsekuchen basierend auf Frischkäase, aber ist tatsächlich Käse unserer Lesart in einem Küchlein!
 

 

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