STEM ja, aber nicht für mich
[Donnerstag]
Der Labortag begann mal wieder mit einem Vortrag über Festkörperphysik, dem ich nur mäßig interessiert folgte. Zum Mittagessen holte ich mir nur kurz etwas vom Konbini und aß das alleine, weil ich ziemliches Halskratzen verspürte und nur mit Maske Gesellschaft teile. Über den Tag über wurden die zwar besser, aber dafür entwickelte ich Kopfschmerzen.
Nach meinem Mittagessen maß ich zwei SEM-samples und schrieb nebenher ein bisschen am Bericht. Um halb drei begann dann unsere Messzeit fürs STEM. Das ist an sich auch ein TEM-Gerät, dass aber zusätzliche Detektoren zur Scanning-Methode hat. Wir interessieren uns vor allem um entstehende Röntgenstrahlung, da diese elementspezifisch ist. An diesem Gerät hat lange niemand aus unserem Arbeitskreis gearbeitet, also marschierten wir zu sechst auf, hatten eine Kamera dabei und die Techniker schon vorher informiert, dass wir durchgehend Hilfe benötigen würden. Eigentlich sollten zwei samples gemessen werden, aber wir brauchten die vollen vier Stunden Messzeit für ein einziges, also bin ich nächste Woche dran. Wahrscheinlich geht das mit etwas Routine und weniger Leuten, die alle gleichzeitig gucken wollen, dann auch schneller. Ich hab jedenfalls nur teilweise verstanden, was passierte, das Beam Adjustment für die Scanning-Methode sah für mich sehr nach psychedelischen Gebärmutter-Ultraschallbildern aus, ohne dass ich begriffen hätte, wonach wir suchen.
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| Um am Fluoreszenz-Schirm, der für Justierungen verwendet wird (hier gerade geschlossen), besser sehen zu können, wird das Licht beim Messen gewöhnlich ausgeschaltet. |
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| Fürchtet euch! |
Um kurz nach sechs verließ ich die verbliebenden Teilnehmer und ging nach Hause, um meine Kopfschmerzen zu pflegen. Dazu schlief ich erstmal eine halbe Stunde, aß gut (wild Zeug zusammenhauen hat funktioniert) und betrieb etwas Urlaubsrecherche.


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