Rekordträllern

[Sonntag]

Heute widmete ich mich erstmal intensiveren Aufräumen und Putzen. Die Weihnachtsdeko ist weg, jetzt kann bitte direkt der Frühling kommen. 

Nachmittags schrieb ich einige Posts hier von meinem Urlaub, aber die Fotos werden sicher noch eine Weile auf sich warten lassen. Ich habe auch beschlossen, mich nicht davon stressen zu lassen. 

Das Abendessen kochte ich pünktlich (Knoblauch-Brokkoli, Misosuppe, Reis) und schwang mich dann aufs Fahrrad. Bis zum Soundpark Karaoke in Susenji fährt man etwa zwanzig Minuten, das ist sehr praktisch. Ich hatte sogar einen Raum für uns reserviert, das hat wie immer etwas Überwindung gekostet da anzurufen, aber es wird einfacher mit jedem Mal japanisch telefonieren. Eigentlich sollten wir fünf Leute sein, aber die fünfte Person sprang ab, also waren wir drei Deutsche und ein Chinese. Die Deutsche konnte ziemlich gut singen und wir hatten viel Spaß zusammen. 

Man kann dort zeitbegrenzte Tarife wählen oder Free Time, und da sich die zeitbegrenzten nur bei Zeiten unter zwei Stunden gelohnt hätten, haben wir Free Time gewählt. Das Etablissement hat bis fünf Uhr morgens geöffnet. Wir haben tatsächlich von 19 bis zwei Uhr gesungen! Am Ende hatte ich gefühlt alle Lieder gesungen, die ich von der Datenbank dort kenne. Natürlich ist die nicht so perfekt mit Ausländischen Liedern bestückt, aber es reicht, um sieben Stunden Spaß zu haben. Dass es 99 Luftballons gibt, darauf ist natürlich Verlass, ansonsten entdeckte jemand noch fünf Rammstein-Lieder, mehr Deutsch fanden wir nicht (der Chinese hatte sich gewünscht, dass wir etwas Deutsches singen). Ich probierte auch mal ein japanisches Stück aus, was gut funktionierte. Der Chinese sang auch regelmäßig chinesische Lieder. Genre-mäßig deckten wir ein gutes Spektrum ab. 

Es ist auch ziemlich cool, dass man sich zu viert die zwei Mikros gut teilen kann, also war eigentlich jeder immer am Singen. Man darf Speisen und Getränke mit reinbringen, sodass wir fröhlich Snacks aßen, die zwei Herren tranken außerdem jeder zwei Dosen Bier. Softdrinks, Kaffee und Tee konnte man sich kostenlos an der Getränkebar am Eingang holen. Der ganze Spaß hat mich 2000 Yen gekostet, das waren sehr gut angelegte 12€!

Während die anderen eine Stunde zu Fuß nach Hause gingen, fuhr ich mit dem Fahrrad und war dann sehr froh, um drei Uhr im Bett zu liegen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal derart müde war.

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