Miyajima

[30.12.]

Nachdem in Hiroshima die typischen Sightseeing-Sachen eh alle geschlossen haben (und es davon auch gar nicht so viele gibt), sind wir heute auf eine Insel vor der Stadt gefahren. Dafür sind wir erstmal in die falsche Tram gestiegen und haben es fünfzehn Minuten nicht gemerkt. Eigentlich wäre es nur eine knappe Stunde bis zum Fährhafen. Die Fähre selbst fuhr alle zehn Minuten, die Fahrzeit beträgt auch ungefähr zehn. 

Die Insel ist vor allem für das "schwebende" Torii bekannt, welches bei Flut im Wasser ist. Es gehört zu einem größeren Schrein, der ebenfalls halb ins Flut-Wasser gebaut ist und bei Ebbe trocken liegt. Auf der Insel gibt es noch viele weitere Schreine und Tempel (neuerdings bei uns unter dem Begriff "Schrempel" zusammengefasst). Nahe am Hafen sind viele kleine Geschäfte. Außerdem gibt es wohl ein Aquarium. Wir erklommen den höchsten Gipfel der Insel, was gut 500 Höhenmeter sind. Der Aufstieg dauert etwa 90 Minuten, sprich, man steigt quasi durchgehend Treppen. Mir ging es nicht so wirklich prima damit, was der Periode geschuldet war. An sich war der Weg wirklich schön. 

Das Wetter war leider von Anfang an diesig und wurde eher noch undurchsichtiger, sonst wäre die Aussicht wahrscheinlich phänomenal gewesen. 

Wir fuhren mit der Seilbahn wieder hinunter, wobei der obere Abschnitt mit größeren Gondeln bestritten wird und man in der Mitte auf kleinere umsteigt. Es ist schön, so über die Bäume zu gleiten.

Nach einem Heißgetränk kauften wir uns noch frittierte Momiji Manju, was hier eine lokale Spezialität ist. Normalerweise isst man Momiji Manju einfach so, das sind blattförmige Küchlein mit einer Füllung aus roten Bohnen. Frittiert ist auch witzig, muss ich aber nicht unbedingt haben. 

Auf dem Heimweg aßen wir bei Coco-Ichibanya veganes Curry. Das ist eine Kette, die sich auf Curry spezialisiert, unter Veganern und Vegetariern sehr bekannt. 


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