Hop on, hop off
[Keine Ahnung]
Um zehn Uhr trafen der Osakaner und ich uns am Hauptbahnhof, um gemeinsam eine kleine Reise anzutreten. Wir verwenden das Seishun 18 Ticket, das es nur in drei Saisons gibt. Wörtlich übersetzt heißt es Jugendticket, aber jeder kann es erwerben und nutzen. Für gut 2400 Yen (=15.50€) kann man dann einen Tag lang alle JR Lokalzüge im ganzen Land verwenden. Keine Expresszüge und natürlich auch keinen Shinkansen. Also ähnliches Prinzip wie beim Deutschlandticket.
Von Osaka aus fuhren wir nach Kobe, was nur eine halbe Stunde dauert. Wir hatten eine spontane Begleitung gefunden, einen älteren Japaner, der früher im Chor gesungen hat und außerdem gut Deutsch spricht, sodass er sich rasch mit dem Osakaner angefreundet hat. Der Mann war ziemlich lustig und wusste sehr viel über alles zu berichten, was uns unterkam. In Kobe trafen wir einen Forschungskollegen vom Osakaner und unternahmen zu viert dann einen kleinen Spaziergang, um den Hafenblick zu erhaschen. Zum Mittagessen gingen wir Omureis essen, also Omelett-Reis.
Von Kobe ging es weiter nach Himeji, wo es eine sehr berühmte Burg gibt. Der Chor-Japaner verabschiedete sich dort von uns und so gingen wir zu zweit zur Burg, um sie zumindest von außen zu betrachten. Sie hätte wegen Neujahrsferien eh geschlossen, selbst wenn wir mehr Zeit gehabt hätten. Es ist eine ziemlich hübsche Burg finde ich, und sie thront hübsch über der überschaubaren Stadt.
Wenn ich mich recht entsinne, sind wir in Aioi sowie in Itozaki umgestiegen, um schließlich nach Hiroshima zu gelangen. Dort kamen wir gegen acht Uhr an. Wir spazierten erstmal zur Burg, die hübsch angeleuchtet war. Alles war sehr ruhig, das war schön.
Der weitere Weg führte uns zu einem Mahnmal. Das Gebäude, das Anfang des 20. Jahrhunderts von einem Tschechen gebaut worden war, ist als eines der wenigen in den Grundfesten bei Detonation der Atombombe stehen geblieben. Es wurde stabilisiert und als Denkmal erhalten. Eigentlich hätten wir auch gerne das Friedensmuseum angesehen, aber das hat wegen Neujahrsferien die Tage geschlossen.
Zum Abendessen gingen wir Okonomiyaki essen in einem kleinen Restaurant. Das Essen heißt zwar genauso wie in Osaka, ist aber signifikant anders. Hier wird es mehr in Einzelteilen serviert, während in Osaka fast alles in einem einzigen Teig vermengt wird. Ich bin eher Fan des Osaka-Styles.
Wir teilen uns ein Zweibettzimmer in einem schlichten Hotel, das ziemlich zentral liegt. Es war schön, anzukommen.


















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