Der Abschied naht?
[Freitag]
Vormittags war erstmal Japanischunterricht. Nachmittags gab's dann eine Elektrokatalyse für mich, wobei diesmal der Elektrolyt bei der Referenzelektrode ausbüxte. Also alles wieder auseinander nehmen und Dichtungsring tauschen. Danach ging's recht gut weiter, nur beim letzten Messungspunkt wurde leider die GDL geflutet und ich hatte das Wasser mal wieder im Gasschlauch. Tja, dann muss ich immerhin nicht mehr die Volumenströme messen (auch wenn das eigentlich für die genaue Ergebnisbestimmung notwendig ist, aber es ist mir eh völlig unklar, an welcher Stelle ich mit welchem Messgerät die wahren Volumenströme ermitteln könnte). Anschließend bereitete ich vier TEM-Proben vor, weil ich recht spontan für Montag einen Slot bekommen habe.
Um kurz nach fünf eilte ich dann heim, um meine Sachen abzustellen und fünfzehn Minuten die Augen zu schließen. Um sechs ging ich dann los, um in einen Bus Richtung Maebara zu steigen. Meine Kollegen stiegen am Labor ebenfalls zu. Heute war die Abschiedsfeier für die zwei chinesischen Post-Docs, die heute ihren letzten Tag hatten, und mich. Wir aßen Motsu-Nabe, und ich habe erst eben nachgelesen, was das eigentlich beinhaltet. Es scheint ein lokales Gericht für Fukuoka zu sein und das fleischerne Zeug in dem Eintopf sind wohl Innereien (meist vom Schwein). Ich habe es unvoreingenommen gegessen, fand die Konsistenz aber ziemlich unangenehm. Gut, dass da auch Tofu und Gemüse drin schwammen. Und es gab fünf zusätzlich Gänge, von denen man auch ganz gut satt wurde. Und die übrige Brühe wurde mit Nudeln gegessen, das war auch gut (aber nicht zu vergleichen mit der damals beim Shabu-shabu). Und All-you-can-drink gab es natürlich auch, wobei ich mir einen Oolong-Tee, zwei Calpis (eine Art Softdrink) und einen Pflaumenlikör zu Gemüte führte. Ach ja, und unfreiwillig noch einen Orangensaft, der übrig war. Die Stimmung war prima und ich habe mich sehr gut unterhalten. Es ist schon witzig gewesen, die unterschiedlichen Trunkenheitsgrade zu beobachten. Eigentlich war nur einer wirklich offensichtlich betrunken. Beinahe hätten wir ihn auf dem Heimweg verloren. Er war aber immer noch in der Lage, mir in der Bahn etwas über deutsche Physiker zu erzählen.
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| Das war eine Mischung aus Tofu und Käse, sehr lecker! |
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| Ich habe gerade nachgeschaut, was ごぼうeigentlich auf Deusch ist. Die Wurzel der großen Klette bringt euch wahrscheinlich aber auch nicht weiter... |
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| Yuzu-Eiscreme |
Um kurz nach zehn kam ich daheim an. Ich stellte meine Sachen ab und drehte auf dem Absatz um, da mir die anderen vier Mitreisenden für das kommende Wochenende geschrieben hatten, sie seien bei der Inderin. Somit gesellte ich mich für letzte Absprachen nochmal eine Stunde zu ihnen. Das war gut so, da die Gruppe so noch nie zusammengekommen war.





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