Dazaifu

[Sonntag]

Um halb neun fuhr ich mit dem Mainzer zum Bahnhof. Von dort aus ging es etwa eine Stunde mit zweimal Umsteigen bis nach Dazaifu, was südöstlich von Fukuoka liegt. Am dortigen Bahnhof trafen wir dann auch meine Mitbewohnerin Susi, die eine etwas andere Route gewählt hatte. 

Unser erster Stopp war - halt, eigentlich war das der Konbini, wo wir ein zweites Frühstück einnahmen. 

Okay, das erste echte Ziel war Tenmangu, einer der größten Schreine dort. Es gibt allgemein viele Tempel und Schreine dort. Die Straße vom Bahnhof zum Schrein ist gesäumt mit Torii und Läden. Es war unglaublich voll heute. Ein sonniger Sonntag, und noch dazu scheint am Schrein ein Fest stattzufinden. Wir haben nicht ganz verstanden, was für eines. Entweder noch Neujahr, oder aber schon Beginn der Pflaumenblüte. Denn davon gab es sehr viele Bäume, und vereinzelt zeigten einige schon langsam aufgehende Knospen. Die circa drei geöffneten Blüten wurden ausgiebig fotographisch festgehalten. 

 





Der Schrein selbst überraschte uns mit seiner modernen Architektur. Auf dem Dach wachsen einfach Bäume. 

 


Also zum Fotographieren war das Licht heute eher unpraktisch hell.



 

Wir schlenderten wieder ein Stück zurück und fanden unser Mittagessen letztendlich nahe des Bahnhofs. Es war ein netter kleiner Laden, in dem Soba-Nudeln serviert wurden. Ich wählte die Kombination mit Tempura, und das war äußerst lecker. 


 

Anschließend spazierten wir zum Kyushu National Museum, dass 2005 eröffnet worden war. Zu unserer Überraschung durften wir kostenlos in die Ausstellung, da wir von der Kyushu University kommen. Ich fand die Atmosphäre und Größe sehr angenehm. Ich beeilte mich trotzdem ein wenig mehr beim Durchgehen, da meine beiden Begleitungen schneller waren. Außerdem war ich anschließend ziemlich müde und hatte nicht mehr wirklich viel Lust, noch etwas weiteres außer dem Museum anzuschauen. 



Das ist ein Brief!

Viele Exponate sind aus anderen asiatischen Ländern. Dieses hier kommt lustigerweise aus Susis Heimatstadt. Sie meint zu traditionellen Hochzeiten wird sowas noch manchmal getragen...

Dieses schöne Muschelmobile kam glaube ich aus Thailand.

Diese riesige Ton-Röhre ist ein Sarg.

Im Museumsshop fanden wir ein Regal mit seltsam geformten kleinen Plüschtieren. Mit etwas Hilfe von Google Lens fanden wir heraus, dass die Figuren von einer medizinischen Beschreibung aus dem Jahre 1568 inspiriert waren. All diese kleinen Tierchen sollten für verschiedene Beschwerden verantwortlich sein! Ich konnte es nicht lassen und habe einen Milzwurm gekauft...

Der Milzwurm wurde verdächtigt, zu Hitzschlag, Schwindel und Fieber zu führen.


 

Wir schlenderten gemütlich zurück zum Bahnhof. In Tenjin nahmen wir uns noch apple pie von einem kleinen Laden mit, an dem es immer wunderbar riecht und viele Leute anstehen. Um kurz vor sechs war ich dann wieder zuhause. Ich bin sehr müde, aber es war ein schöner Tag.


Der Blätterteig war wunderbar blättrig!

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