Ausflug zur Hölle
[Sonntag]
Ich wachte um viertel vor acht auf und verließ leise das Zimmer. Im Gemeinschaftsraum unten (der fast komplett leer war) telefonierte ich entspannt und ging dann ins hosteleigene Onsen, wo auch die Duschen sind. Das war schön.
Der Mainzer war ebenfalls schon im Onsen gewesen, aber die anderen drei schliefen noch. Als wir sie weckten, erzählte uns die Inderin, dass sie sich in der Nacht mehrfach übergeben hat. Den Verdacht, dass sie auf Fisch und Meeresfrüchte allergisch ist, hatte sie wohl schon länger. Jedenfalls fiel ihr dann um halb zehn ein, dass sie gerne duschen möchte, also ging sie auch noch ins Onsen. Um zehn Uhr räumten wir das Zimmer zwecks Check-out und warteten dann unten in der Lobby, bis sie fertig war.
Das Frühstück holten wir uns beim Lawson gegenüber, dann gingen wir kurz zur Küste.
Mit dem Auto fuhren wir dann zu einem Spot, der mehrere "Hells" bietet. Das sind natürliche Thermalquellen. Es war schrecklich voll und wir brauchten eine Weile, bis wir unser Auto irgendwo los wurden. Wir schauten uns die Oniishi-Hölle an, bei der es vor allem blubbernden Schlamm gibt. Es riecht wunderbar schwefelig. Es gibt auch ein Fuß-Onsen.
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| Über dem Dampf der Thermalquellen wird auch Essen gegart. |
Es gibt sehr viele Höllen, aber man zahlt für jede einzeln Eintritt und muss teilweise auch anstehen. Wir verließen diese Stätte und fuhren zu einer Hölle etwas weiter außerhalb. Chi-no-ike bedeutet Blutiger Teich. Die Stimmung hat mich sehr beeindruckt. Der Wind macht aus den Dampfschwaden immer neue Landschaften, da könnte ich wirklich lange zuschauen.
Nachdem wir uns in einem Konbini etwas zum Mittagessen geholt hatten, verließen wir Beppu und fuhren nach Yufuin, wobei wir die mautfreie Landstraße wählten.
Yufuin ist ein kleines Städtchen in den Bergen, das ebenfalls über natürliche Thermalquellen verfügt. Es gibt eine lange Einkaufsstraße, durch die wir schlenderten. Ein kleiner Teil davon heißt "Floral Village" und ahmt europäische Architektur nach. Was mir da gar nicht gefiel war die Tierhaltung. Ziegen auf engstem Raum vor Heidis Alpenwelt, Eulen mit denen man sich fotografieren lassen konnte, ein kleiner Käfig mit einem Dutzend Eichhörnchen.
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| Eichhörnchenkäfig :( |
Dann geschah richtig große Scheiße, die ich hier nicht wiedergeben möchte. Sie betraf mich insofern, dass ich als einzige Japanisch sprechende Person der Gruppe schon wieder die komplette Kommunikationsverantwortung am Hals hatte. Ich war echt fertig hinterher. Der Vorfall führte auch dazu, dass wir den Mietwagen nicht rechtzeitig zurückgeben konnten.
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| Fukuoka Tower. |




























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