Raizan

[Samstag] - Bilder kommen vielleicht irgendwann

Heute gab es einen neuen Anlauf Richtung Raizan, und diesmal sogar zu viert und alle waren pünktlich. Ein Kleinbus brachte uns zu um zwanzig vor zehn zumTempel, den wir erstmal links liegen ließen und stattdessen auf unsere Wanderung aufbrachen. Wir hatten uns einfach auf google maps naheliegende hübsch aussehende Markierungen rausgesucht. An sich war aber der Weg das Ziel. Es war herrlich ruhig, eine Wohltat für die Seele. Die Sonne schien, aber leider nicht im Schatten, sodass es da bei den knapp zehn Grad eher kalt war. 

Wir folgten der Hauptstraße und kamen an einen Schrein, dessen Atmosphäre zwischen den gelb belaubten Bäumen einmalig schön war. Immer wieder fielen einzelne Blätter im goldgelben Licht zu Boden. Es waren einige Fotographen hochkonzentriert am Werk, sodass wir uns eher störend vorkamen. 

Unser erstes Ziel war ein kleiner See. Leider war der Weg ziemlich oberhalb und man kam nicht gut ran an das Wasser, aber der Weg war angenehm. Es war offenbar früher mal eine befahrene Straße gewesen, die jetzt für Autoverkehr gesperrt ist. Wir gingen einen kleineren Weg am Bach entlang weiter, bis wir zu einem kleinen Wasserfall kamen, in dessen Nähe ein torii stand. Ein schöner Ort, um eine Pause einzulegen, wilde Fotos zu machen und dann umzukehren. 

Diesmal fanden wir, oder eher ich, ein Schild, das uns einen schönen Wanderweg zurück in Richtung des Schreins an der Hauptstraße. Der Weg war sehr schön und deutlich kürzer als über die Straße. 

Vom Schrein aus gingen wir dann einen anderen Weg zu einem Wasserfall. Das war ein wunderschöner Ort! Der Wasserfall ist zweistufig, mit schönen Becken jeweils. Wir blieben dort, um unser mitgebrachtes Mittagessen zu verspeisen, allerdings war es sehr kalt, sodass ich sehr froh war, als wir uns wieder mehr bewegten. 

Wir gingen wieder zurück zum Tempel in der Nähe der Bushaltestelle. Der Tempel ist eine größere Anlage, sehr schön in diesen Bergen gelegen und mit vielen bunten Bäumen. Der Geruch der Räucherstäbchen liegt deutlich in der klaren Luft. Aus den Häusern hört man ab und zu buddhistische Gesänge und Trommeln. Man hätte wohl auch Teile der Gebäude besichtigen können, was wir aber nicht taten.

Auf den Bus hätten wir anderthalb Stunden in der Kälte warten müssen, da fahren täglich nämlich nur drei. Da erschien es uns angenehmer, nochmal eine Stunde zu wandern, und zwar bis zur Zivilisation: der nächste konbini. Der Gedanke an Heißgetränke trieb uns den Berg hinunter. Letztendlich nahmen wir dann dort den gleichen Bus, auf den wir oben anderthalb Stunden gewartet hätten. 

Es war ein wirklich schöner Ausflug, vor allem die Ruhe und das entspannte Ratschen und Witzeln haben wirklich gut getan. Zuhause war ich etwa um sechs und ruhte mich erstmal in der Horizontalen aus, denn so viel Frischluft ist dann doch anstrengend.

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