Neue Perspektiven

[Sonntag]

Pünktlich um sieben jagte mich der Wecker aus dem Bett, damit ich geduscht und bepackt um acht unten am Eingang sein konnte. Leider blieb ich alleine. Nach einem Anruf ging ich oben klopfen, was tatsächlich auch gehört wurde. Ich hoffe, ich habe seine Mitbewohner nicht auch aus dem Schlaf gerissen. Der Mainzer Chemiker hatte jedenfalls verschlafen. Letztendlich hatten wir damit die einzige Verbindung zu unserem Zielort verpasst. 

Wir machten uns stattdessen auf nach Fukuoka. Im Ohori Park gibt es einen japanischen Garten, der die aktuelle Laubfärbung wunderbar präsentierte.












 

Ich hatte beschlossen, dass ich dann heute mal in ein Elektronikgeschäft wollte, um die Preise für Objektive auszukundschaften. Also liefen wir in Richtung eines solchen Ladens. Es stellte sich heraus, dass er in einer Shopping mall war. Dort aßen wir erstmal scharfe Ramen (man konnte Schärfeniveaus aus den Leveln 0 bis 30 auswählen). 

Da war richtig viel Knoblauch drin, sehr lecker! Und die Gyoza waren herrlich.

Zu meiner Überraschung waren die Objektive sehr viel günstiger als im japanischen Amazon. Außerdem gab es ein Ausstellungsstück, welches zusätzlich rabattiert war. Nach einigem hin- und herüberlegen (inklusiver einer Pause, um ein Eis zu essen) erwarb ich schließlich besagtes Ausstellungsstück. Ich bin jetzt stolzer Besitzer eines Tamron 16-300mm f/3.5-6.3! Das ist sehr vergleichbar zu dem Sigma, das ich bisher verwendet habe, nur halt ohne verrutschte Linsen drin... Und einen Hauch mehr Weitwinkel hat es, plus Spritzwasserschutz und 7% weniger Gewicht. Die Verkäufer im Laden waren ausgesprochen nett, das war eine gute Erfahrung. Auf echte Bilder müsst ihr allerdings noch warten, mir sind im Verlauf des weiteren Tages nicht wirklich Motive vor die Linse gesprungen. 

Wir setzten unsere Shoppingtour fort, ich erwarb zum Beispiel zwei batteriebetriebene Lichterketten für mein Zimmer. Google maps schlug uns vor, nicht über Gakkentoshi zurückzufahren, sondern über Imajuku, wo wir dann noch die deutsche Bäckerei überfielen. Leider hatten wir dann Pech mit dem Bus, der einfach nicht kam. Das ist bei einem 1h-Takt echt doof. Also liefen wir zu Fuß nach Gakkentoshi und nahmen von dort einen Bus, was auch nicht viel schneller war als wenn wir auf den nächsten Bus gewartet hätten. Sonntags sollte man einfach nicht Bus fahren wollen.

Wenigstens ein Bild mit dem neuen Objektiv.


Somit waren wir etwa um halb sieben zurück im Wohnheim, wobei ich echt müde war. Wir sind schon ziemlich viel rumgelatscht heute. Ein bisschen traurig bin ich schon, dass wir es nicht zu dem Tempel in den Bergen geschafft haben, das sah echt schön aus und das Wetter wäre optimal gewesen.

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