Merry Christmas

[Donnerstag]

Heute war glücklicherweise Feiertag. Die größte Leistung des Tages besteht im neuen Rekord von über sieben Discord-Telefonat am Stück. Die größte Leistung innerhalb des Telefonats war wohl das Buchen eines Mietwagens für Februar. Es ist spannend, dass wir immer irgendwann gesättigt sind mit Reiseplanung, das ist dann ein guter Punkt, um sich in unsere eigene minecraft-Welt zu verziehen.

Um halb fünf machte ich mich auf den Weg in die Stadt. Zusammen mit dem Mainzer Chemiker und dem Franzosen erkundete ich den Weihnachtsmarkt in Tenjin (= sehr zentraler Stadtteil von Fukuoka, nahe Hakata). Ich muss gestehen, das Überangebot an sehr fleischernen Produkten schreckt mich eher ab. Es gibt fast keine Süßwaren zu gekaufen, eigentlich nur Churros. Ein paar wenige Stände mit Kerzen oder ähnlichem haben wir zwar gesehen, aber hauptsächlich gibt es Fleisch in allen Varianten. Sogar Eisbein habe ich gesehen. Der Mainzer war sehr mutig und probierte die "Currywurst", wobei es sich um eine angebratene Bockwurst mit Teriyaki-Sauce und Currypulver handelte, die seltsamer Weise auf drei zerbröselten Kartoffelchips serviert wurde. Wir hatten Mühe, das zu essen, so wenig taugte es unseren Geschmacksnerven. Teriyaki-Sauce ist einfach nicht meins. Glühwein gabs übrigens auch, für fast acht Euro pro Tasse! Wie schön, dass der typische Duft kostenlos ist. Er trug gut zur Stimmung bei. Die achtzehn Grad eher nicht so. Genauso irritierend ist das Laub an den Bäumen. 


 



Abgesehen dass ich die Kombination von Pizza mit Kartoffeln dazu für waghalsig halte, muss Pizza für mich einfach rund sein.


Döner gibt's auch!



Nach diesem Erlebnis suchten wir ein italienisches Restaurant auf, dass mir von vornherein authentischer vorgekommen war. Wir wurden auch nicht enttäuscht. Ich war sehr glücklich mit meiner Pizza! Wenn auch nicht sehr günstig. Eher europäisches Preisniveau. Und eine Servicegebühr gab's auch, das ist mir in Japan noch nie begegnet. Italiener....


Ich war recht froh, als die Herren sagten, sie wollen noch etwas einkaufen und vielleicht in eine Bar einkehren. Das ermöglichte mir nämlich, in der Bahn noch das Paper zu lesen, das für meine Forschung momentan am wichtigsten ist, und das ich für den Vortrag morgen echt intus haben sollte. Außerdem war ich pünktlich genug, dass ich noch einkaufen gehen konnte, denn Aeon macht erst um zehn zu. Somit war ich um halb elf daheim, wo ich meinen Vortrag nochmal durchging. Das war schon mal sehr beruhigend. Die Vorbereitung für den Grammatiktest in Japanisch morgen ist jetzt sehr spärlich ausgefallen, aber was solls.


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