Ein Ausflug nach Indien
[Samstag]
Wochenende! ...heißt Ausschlafen. Wäsche waschen, Küche putzen, Schreibtisch aufräumen. Nachmittags ging ich dann hinüber in Dorm 1, wo im Mehrzweckraum ein indisches Event stattfand. Diese Woche war nämlich irgendeine Asia Week in der Uni gewesen, von der ich rein gar nichts mitbekommen hatte, aber dieses Event war teilweise von meiner indischen Freundin geplant worden. Es waren eher wenig Zuhörer gekommen, aber es war wirklich eine interessante und lustige Veranstaltung. Es gab Gesangs- und Tanzbeiträge, einen Vortrag über die nordöstlichste Region von Indien und ein Straßenbauprojekt, das in Zusammenarbeit mit Japan stattfindet. Zum Schluss tanzte eine größere Gruppe, wobei sie so viel Spaß ausstrahlten, dass es wirklich eine große Freude war zuzusehen. Und es hat Spaß gemacht, danach mit ihnen zu tanzen. Es gab im Anschluss indische Snacks und Tee, und wir tanzten weiter zu indischen Hits, das war echt cool.
Nach dem Ende quatschten wir noch weiter mit anderen Bekannten aus unserem Wohnheim, dann besuchte ich den Mainzer in seiner Wohnung. Wir hatten noch die unangenehme Aufgabe vor uns, eine Stellungnahme für die Bank zu schreiben, warum wir eine Rückbuchung der 10.000 Yen fordern, die uns die Hostel-Inhaberin nachträglich abgebucht hat. Um das ein wenig zu erleichtern, machten wir nebenbei Bananen-Pancakes, weil es gestern kostenlose ältere Bananen im Wohnheim gab. Genau genommen tippte der Mainzer und ich briet, das war mir ganz lieb so. Die Inderin ist eigentlich krank und der Franzose ist in Hiroshima unterwegs, deswegen war das an uns zwei hängen geblieben. Ist insofern gut, weil das ja eh eine Deutsche Bank ist, an die wir schreiben.
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| Die wurden dann mit Honig, Zimt und/oder Kinako verspeist. |
Ursprünglich hatte der Plan vorgesehen, abends zum Karaoke zu gehen, aber die Gruppe hatte sich umentschieden und fuhr stattdessen auf neun Uhr in eine Bar in Fukuoka. Da der letzte Zug heim um zehn gehen würde, werden sie die Nacht irgendwo in einem Club oder einem Kapselhotel verbringen, darauf bin ich nicht wirklich scharf, also ging ich nach acht Uhr dann zurück in mein Zimmer und überlegte, was ich mit meinen Neujahrsferien anfangen soll. Eigentlich würde ich die Zeit schon gerne nutzen, vielleicht sogar nach Südkorea oder Taiwan fliegen, aber andererseits bin ich gerade unmotiviert so viel Planungsaufwand zu betreiben.



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