Study Saturday

[Samstag]

Um meinen Zeh zu schonen, blieb ich heute daheim. Den Vormittag verbrachte ich mit dem Einstufungstest für die Japanischkurse. Dort gibt es nämlich sieben Level, in die man nach dem Test eingeteilt wird. Das finde ich an sehr sinnvoll, aber technisch war der Test ziemlich schlecht umgesetzt. Der erste Teil enthielt sechszig Aufgaben zur Grammatik, ich bin mir sehr sicher, dass einige meiner Antworten verloren gingen, weil der Abgabe-Knopf jeweils nichts tat und dann die dreißig Sekunden abgelaufen waren. Der Teil zum Hörverständnis brach zweimal ab, aber immerhin konnte man einfach wieder von vorn anfangen. Die Aufgaben mehrfach hören zu können sollte allerdings auch nicht Sinn der Sache sein... Und es dauert eine ganze Weile, bis man sich da wieder durchgeklickt hat. Hoffentlich hat mich da meine Erinnerung nicht getrogen, ich hatte nämlich keinerlei Lust, die minutenlangen Tracks nochmal anzuhören, und habe direkt die Antworten angekreuzt. Der dritte und letzte Teil war dann zum Leseverständnis, und da war ich wirklich schlecht. Ich glaube, dass das Niveau durch die vorherigen Teile schon angepasst worden sein könnte, auf jeden Fall hatte ich bei den meisten Texten keine Ahnung, was die von mir wollten. Gut, das hat mich jetzt wenig überrascht, ich kann ganz gut labern, aber Lesen und Schreiben ist nicht so meins. Die Ergebnisse gibt's am Mittwochabend, ich bin gespannt, in welchen Kurs ich komme. Ich vermute mal dass der sechste von sieben angemessen wäre, aber vielleicht bringt mich das fehlende Leseverständnis auch in einen niedrigeren Kurs. 

Gegen Mittag brachte ich den ausgefüllten Putzplan zum Büro unten, den muss nämlich jede Wohnung abgeben. Also eigentlich bis vorgestern. Der echte Zettel lag lange auf dem Küchentisch, aber außer mir behaupten alle ihn dort nie gesehen zu haben. Naja, es gab rasch einen neuen, und dann quatschte ich noch eine Viertelstunde mit der guten Frau. Ich mag sie, sie hat echt Ahnung von allem und rettet alle ihre ausländischen Bewohner aus jedem Problem. 

Den Nachmittag verbrachte ich sehr entspannt am meinem Computer. Gegen Abend öffnete ich tatsächlich meine Literatursammlung und las über eine Stunde lang Paper. Zum Abendessen eröffnete ich jetzt endgültig die wilde Fusion Kitchen, in dem Soumen (sehr dünne Nudeln) mit Rosmarin und Knoblauch kombinierte, außerdem Gurke, weiße Bohnen und Sojasauce. Ich nenne es mal japanisch-mediterranen Nudelsalat.

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