Nokonoshima

[Montag]

Heute war Feiertag (Tag des Sports), der natürlich genutzt werden wollte. Um kurz vor neun stiegen wir zu viert (der deutsche Chemiker, die Inderin, der Franzose und ich) in einen Bus zum Bahnhof. Mit dem Zug ging es drei Stationen weiter, wo wir dann einen Kilometer zur Fähre liefen. Die Fähre brachte uns auf die Insel Nokonoshima, die direkt in der Bucht vor Fukuoka liegt. Tatsächlich dauert die Überfahrt nur zehn Minuten. Auf der Insel stiegen wir in den wartenden Bus, der uns zum sogenannten Island Park brachte. Das ist im Endeffekt ein großer Garten. Das tolle an Südjapan ist, dass eigentlich rund ums Jahr irgendwelche Blumen blühen. 









Im Island Park aßen wir ersten Mal zu Mittag. Ich entschied mich für die typischen Udonnudeln der Insel, die etwas dünner sind als normale Udonnudeln. Dann bewunderten wir eine ganze Weile das Feld von Kosmeen (?). Die schiere Masse an Blumen ist schon beeindruckend, und dann noch die schöne Umgebung... Irgendwann gingen wir zum gegenseitigen Fotographieren über, wobei die Inderin uns in das Geheimnis der Shah Rukh Khan-Pose einführte. 




 

Scheinbar fahren alle Gäste mit dem Bus direkt wieder zur Fähre zurück, ohne irgendwas anderes als den Island Park anzusehen. Wir mussten durch den Eingang statt des Ausgangs rausgehen, um nicht automatisch im Busterminal zu landen! Dabei war der Rückweg zu Fuß gar nicht so weit. Erstmal ging es zwanzig Minuten durch einen schönen Wald bis zum Observationsdeck. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick über die komplette Bucht. Ich mag die Landschaft mit den vielen vulkanischen Hügelketten und Inseln einfach, es war toll anzusehen. 




Da drüben liegt übrigens der Hügel, den wir letztes Wochenende bestiegen haben.

Dann ging es eine halbe Stunde weiter, diesmal ziemlich bergab, bis man am Fährhafen ankommt. Ich hatte ziemlich Kopfschmerzen bekommen und war froh, dass wir die Fähre um drei Uhr erwischten, denn die fährt nur zur vollen Stunde. Zurück an unserem Bahnhof gingen wir jeder noch einkaufen, bevor wir mit dem Bus zurück zum Wohnheim fuhren. 



Zuhause ging ich erst einmal schlafen. Das half ein bisschen. Dann ließ ich mir ein Bad ein, was gar nicht so einfach war, denn anders als ich ursprünglich mal erwartet hatte, besitzt diese Wanne kein Thermostat. Mein Wasser war erstmal etwas zu heiß, aber ich hab mich schon irgendwie arrangiert. Anschließend wurde die zweite Portion Yakisoba von gestern verputzt und gemütlich Bilder sortiert.

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