Ein bisschen Wellness
[Donnerstag]
Heute war wieder Synthese angesagt. Verbesserte Rezeptur sozusagen. Ich konnte ziemlich pünktlich anfangen und es lief alles recht flüssig, sodass ich tatsächlich um halb fünf schon fertig war (sprich, meine Probe trockente ab da im Exsikkator). Irgendwie war es heute echt geschäftig im Labor, normalerweise sind nie mehr als drei Leute gleichzeitig in einem der vier Labore. Heute waren wir oft zu sechst.
Ich gönnte es mir heute, schon um fünf nach Hause zu gehen. Ich versuchte kurz zu schlafen, aber meine Türen knallende chinesische Mitbewohnerin wusste das gekonnt zu verhindern. So recht nach Essen war mir nicht zu Mute, also kochte ich eine Misosuppe und aß nur ein Schälchen davon.
Um sieben Uhr war ich gerade noch pünktlich beim Friseur. Zu meiner Überraschung fand das Haare waschen nicht vor dem Schneiden statt. Erstmal sprachen wir kurz über meine Vorstellungen, und das klappte zu meiner Erleichterung gut. Dann fing er an zu rasieren und zu schneiden. Zwischendurch kamen dann doch Verständnisprobleme auf, aber eher inhaltlicher Natur. Er fragte mich nämlich, ob ich lieber viel oder wenige Haare möchte. Also ich mag mich irren, aber die Anzahl der Haare auf meiner Kopfhaut sollte eigentlich nahezu unbeeinflusst bleiben... Ich glaube das was er meinte würde ich eher als leicht oder schwer betiteln, aber keine Ahnung. Fühlt sich schon komisch an zu sagen, man würde gerne wenig Haare haben. Nach dem Schneiden stand dann das Waschen an. Das ist insofern praktisch, weil man dann gleich die vielen kleinen Härchen loswird. Und selbst wenn das nicht schon sehr gut wäre, würde ich die 3.50€ sofort wieder investieren, denn das war wie Wellness. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Haare in meinem Leben schon einmal derart gründlich gewaschen wurden. Bei dieser Art Massage konnte ich mich sehr entspannen und alle Erschöpfung vom Labor schien zu verschwinden. Geföhnt wurde dann natürlich auch noch, mir persönlich viel zu glatt, aber das ist in Japan wohl eher üblich. Die einzelnen Strähnen wurden so behutsam drapiert, dass ich draußen vor der Türe ein schlechtes Gewissen hatte, mir den Fahrradhelm aufzuziehen. Der Mann hatte sich 35 Minuten lang so viel Mühe gegeben und am Ende nur knapp 19€ dafür bekommen. Trinkgeld ist hier unüblich, sonst hätte ich gerne 50% gegeben.
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| Na gut, das Bild ist von vorgestern, aber da habe ich vergessen es hochzuladen. |
Das Wohlbefinden hielt den Abend über an, ich aß meine Misosuppe und dazu Natto und ein Erdnussbutterbrot. Duschen, Blog schreiben, für morgen packen - und schon ist es wieder später als gedacht.

Viele sind sich nicht bewusst, wie wesentlich die Euro / EU Regeln für den Bankenbereich sind; wir können kostenlos mal eben mit einer IBAN innerhalb des Euro-Raumes Geld transferieren und kostenlos am Automaten abheben.
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