Eine Burg voller Fische
Der heutige Tag war vollständig Osaka gewidmet. Es gibt hier deutlich weniger berühmte Sehenswürdigkeiten als in Kyoto, aber die Burganlage finde ich sehr beeindruckend! Sie liegt mitten in der Stadt und beinhaltet eine große Fläche mit mehreren Kanälen. Die Burg selber ist schon mehrfach wieder aufgebaut worden, zuletzt 1931. Ich finde sie sehr hübsch von außen.
Innen ist ein modernes Museum, das ich gut gemacht fand. Hier wird die Geschichte der Burganlage erzählt. Oben ist eine Aussichtsplattform. Nachdem die Burg selbst sehr hoch liegt, hat man einen erstaunlich guten Ausblick auf die Stadt.
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| Im Vordergrund sehr ihr die typischen Delfin-Drachen, die markant am Burgdach angesetzt sind. |
Übrigens haben wir uns als frühen Mittagssnack Takoyaki geholt. Das sind gebratene Teigbällchen mit Oktopusstückchen drin. Ich fand die in der Vergangenheit auch schon nicht soooo umwerfend toll und diese hier haben mich auch nicht recht überzeugt.
Wir legten eine kleine Mittagspause zuhause ein, dann fuhren wir ins Aquarium. Es war nämlich Regen und Gewitter angesagt, da wollten wir uns lieber drinnen bewegen... Es war auch insofern spannend, dass wir uns dafür ein wenig Richtung Hafen bewegten. Hamburg ist eine sehr passende Partnerstadt, die Anlagen erinnerten mich sehr daran.
Das Aquarium hat mir gut gefallen. Es ist zum Großteil geographisch angeordnet, man geht mit den einzelnen Becken ungefähr den Ring of fire ab, der mit dem Ring of Life korreliert. Die Erklärungen zu den Tieren waren manchmal etwas knapp, aber immerhin waren fast alle auch mit englischen Namen beschriftet. Und es gab reichlich Hinweise auf Klimaschutz. In einem Land wie Japan scheint der Ratschlag, weniger Plastikverpackungen zu verwenden, fast schon satirisch. Ich bin gespannt ob ich im Alltag Wege finde meinen Plastikkonsum zu verringern... Momentan ist er jedenfalls schrecklich hoch.
Das Highlight des Aquariums ist ein sehr großes Pazifikbecken in der Mitte. Es beinhaltet sogar zwei Walhaie, was ich mit gemischten Gefühlen betrachtet habe. So große intelligente Tiere in einem Aquarium zu halten... Es gibt scheinbar fünf Orte weltweit, die das tun, drei davon in Japan. Das Aquarium in Okinawa habe ich vor zweieinhalb Jahren besucht. Das in Kagoshima (auf der Insel Kyushu) hält wohl immer nur temporär junge, kleinere Tiere. Dann gibt es ein Aquarium in Atlanta, das ich auch bereits besucht habe. Und das fünfte ist in Taiwan, also auch nicht weit weg. So, jetzt weiß ich wo man diese wunderschönen Tiere trifft, auch wenn ich ihnen wünsche dass sie draußen in den weiten Meeren ihre Bahnen ziehen können. Ich finde sie sehr beeindruckend jedenfalls.
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| Das sind die wahren Sumikko Gurashi! ここがおちつくんです。 |
Nach unserem Aquariumsbesuch stellten wir fest, dass es in der Tat aus Kübeln schüttete. Glücklicherweise gab es eine Überdachung hin zum benachbarten Einkaufszentrum, wo wir ohnehin in ein Restaurant wollten. Es gab eine weitere typische Speise: Kitsune (=Fuchs) Udon. Diese Nudelsuppe beinhaltet ein großes Stück frittierten Tofu, was angeblich die Lieblingsspeise von Füchsen ist (das möchte ich gerne mal testen! Freiwillige Füchse vor!). Mir hat es jedenfalls wunderbar geschmeckt. Nebenbei konnten wir das Gewitter über dem Wasser beobachten, das langsam abflaute, sodass wir trockenen Fußes nach Hause kamen.

















さかなかわいい! <3
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